Der CSP-Markt und das modulare Paradigma

Der CSP-Markt und das modulare Paradigma

Die Digitalberatung People at Work Systems (PaW) und der Software-Dienstleister AOE arbeiten als ­strategische Partner für Kunden wie die Deutsche Telekom, Congstar, Vodafone, O2 oder Swisscom zusammen. Die Communication Service Provider (CSPs) kämpfen um Marktanteile.

Auch große Telekommunikationsanbieter aus der Liga, in der die Telekom, O2 oder Vodafone spielen, bringen ihre Geschäftsprozesse derzeit auf Vordermann. Steven Bailey, Chief Strategy Officer bei AOE und Uwe Ritter, Vorstand und COO bei People at Work Systems AG, die in diesem Umfeld als strategische Partner digitale Prozesse und IT-Architekturen optimieren, skizzieren, wohin der Hase in diesem Segment ­gerade läuft. „Da beide Unternehmen über jahrelange Erfahrung in der Telco-Branche verfügen, bei Kunden wie der Deutschen ­Telekom, Congstar, Vodafone, O2, oder Swisscom, haben wir vor rund einem Jahr eine strategische Partnerschaft geschlossen“, so Ritter. Gemeinsam erarbeiten sie eine „Adaptive Telco Commerce Suite“, ­wobei AOE Digitalisierungs-Knowhow einbringt, speziell in den Bereichen API-Gateways, Micro-Services und Customer Experience. PaW bringt Prozesswissen ein, in Sachen Vertrieb, Service, CRM und ­Loyalty-Management.

Gewachsene Strukturen

Ein typisches Projekt sieht in der Regel folgendermaßen aus: „Alte gewachsene Software- und System-Strukturen verhindern eine rasche Integration neuer Produkte, Services, Vertriebswege, Prozesse und Bundles oder machen sie zumindest sehr aufwendig“, beschreibt Steven Bailey.

Self-Service-Strukturen seien oft nicht oder nur sehr umständlich abgedeckt. Hinzu komme der hohe manuelle Aufwand beim Exception Handling, also der Umgang mit Ausnahmen. Entwickler integrieren Exception Handler in den Code, damit nicht ­jede Abweichung von den Instruktionen sofort zum Fehlercode führt. All dies führe zu ­hohen Latenzzeiten. „Wir bauen für den Kunden einen Customer-Experience-Layer auf Basis entsprechender Microservices“, sagt der Manager. Das Ziel sei es, eine für den Kunden einfach zu bedienende Umgebung mit Echtzeit-Informationen zu schaffen, die selbst komplexe ­Geschäftsabläufe wuppen kann. „So wurde zum Beispiel im Auftrag der Deutschen ­Telekom im Bereich Glasfaserausbau ein Vorvermarktungsportal für den Verkauf von Glasfaser ‚Antrag zum Ausbau‘ und ein B2B-Portal für den Ausbau für Eigentümer, Mieter oder Kommune geschaffen“, verrät Bailey.

Dezentral und in Echtzeit

Wer die Prozesse innerhalb der CSP-Branche optimieren will, muss wissen, wie der Markt tickt. „Das Geschäft der Communication Service Provider befindet sich im Wandel“, weiß Ritter. Der Markt wird vom Verdrängungswettbewerb bestimmt, Kunden werden immer anspruchsvoller und verändern ihr Verhalten in immer kürzeren Zeitabständen. Die Welt der Endgeräte, der verfügbaren Technologien und der digitalen Dienste wird gleichzeitig stetig größer, schneller sowie heterogener und das Volumen digitaler Inhalte steigt kontinuierlich. „Internet of Things mit 5G und Glasfaser“, nennt Ritter als branchenbewegende Beispiele. Damit Geschäftsmodelle hier erfolgreich sind, sei eine echtzeit-orientierte, dezentrale Datenverarbeitung gefragt. „Die dafür benötigte Flexibilität und Leistung lässt sich mit bestehenden Landschaften aus Altsystemen meist nicht abdecken, sondern erfordern einen schrittweisen ­Umbau der IT-Landschaft“, so Ritter.

Microservices auf dem Vormarsch

Aus der Sicht von Steven Bailey ist das ­„modulare Composable Business Model“ das erfolgversprechendste. „Dies bedeutet, die Geschäftsprozesse, die Unternehmensorganisation sowie die technische Gesamtlösung, wie schon angesprochen, „kom­ponierbar“ zu gestalten, um schnell erfolgreiche Abläufe orchestrieren zu können. Technisch basiere dies auf einer ­Microservice-Architektur, die in Container-Strukturen organisiert ist. Die Umstellung sollte schrittweise und agil erfolgen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei IT-Business. Wir freuen uns über Ihr Feedback und das Teilen des Artikels.

Originalbeitrag bei IT-Business

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